türkisch gold

mit luiza monteiro und kai götting

jonas hat sich verknallt: in aynur. das kann nicht gutgehen, findet luiza, jonas‘ beste freundin. schließlich geht sie auf aynurs schule und weiß, wie sie ist: eingebildet, redet nicht mit jungs, steckt immer mit ihren muslimischen freundinnen zusammen.
oder ist aynur doch ganz anders? was ist eigentlich mit kerim, aynurs bruder? wie wird jonas‘ vater auf die beziehung reagieren? und die anderen aus der schule?
luiza und jonas schlüpfen in die rollen von aynur, kerim und den anderen, testen und verwerfen ihre reaktionen und stolpern dabei über ihre eigenen klischees und vorurteile. was wissen sie eigentlich über „die türken“? darf aynur wirklich nicht mit einem tiroler jungen zusammen sein? und will sie das überhaupt? es gibt nur einen weg für jonas, das herauszufinden…

türken in tirol: türken vor wien. telfs ist schmelztiegel und was geschieht mit einer türkisch-tiroler jugendliebe: alles andere als ein mittelweg. zorn und liebe. kultur und vorurteil. jugend und gewalt. eine wunderbare zusammenarbeit mit dem mozarteum salzburg.

indien

mit markus oberrauch, bernhard wolf, christian deimbacher, luis auer

die zwei ungleichen protagonisten heinzi bösel und kurt fellner sind gemeinsam auf dienstreise durch sämtliche wirtshäuser in der provinz. anfangs können sie sich nicht ausstehen, doch es entwickelt sich eine rührende freundschaft. die beiden philosophieren über wiener schnitzel und schweinsbraten sowie die kleinen tragödien des lebens und letztendlich müssen sie sich mit dem sterben auseinandersetzen. schrecklich komisch.

wolf!

mit sophie berger

einer ruft: wolf! war da ein wolf? oder war es nur eine lüge? aber warum sollte jemand wolf rufen, wenn da gar kein wolf ist? warum sollte einer den anderen angst machen, wenn alles in ordnung ist? was hätte er davon? und was ist, wenn niemand ihm glaubt, und da ist wirklich ein wolf? auch wenn keiner ihn sieht. was ist wahr? manchmal sind wahrheit und lüge nicht so klar voneinander zu unterscheiden.

gibt es die wahrheit? gibt es eine wahrheit? oder mehrere? und wer bestimmt, was wahr ist? was kann man heutzutage noch glauben? wem kann man heutzutage noch glauben? behauptungen werden zur wahrheit. die wahrheit wird zur behauptung. und wir schauen dumm aus der wäsche. bestimmen wir selbst, was wahr ist und was nicht!

vater

mit harald schröpfer und peter cieslinski

hans salcher sagt über seine erzählung „vater“: „worte haben ein bild gemalt.“ die umgestaltung zum theaterstück von ekkehard schönwiese in abstimmung und weiterentwicklung mit regisseur wolfgang hagemann ist die probe auf das exempel der umkehr: bilder haben ein wort geschrieben.

hans und kaspar sind die kumpel des malers till. da dieser bei seiner vernissage mit dem titel:„vater“ nicht erscheint, rätseln sie, die museumswärter zunächst, was die ursache seiner abwesenheit sein könnte. ist er gesundheitlich gefährdet? wird er bedroht? sie beginnen für die besucher geschichten aus dem leben von till erst zu erzählen und spielen sich dann hinein in die welt einer heilen beziehung zwischen vater und sohn, schlüpfen aber auch in viele andere rollen, szenen aus dem leben des malers und seines vaters. er ist verstört aus dem krieg zurückgekommen. er provoziert die dorfgesellschaft mit seinem fremden verhalten. er sammelt spiegel und hält sie den dörflern vor ihr gesicht. das halten sie nicht aus und erklären ihn zum narren, der nur zur narrenzeit als spiegeltuxer einer der ihren ist. in seiner liebe zum vater und als maler bleibt auch der sohn dem dorf fremd.

„stell mich vor, wie ich bin, so wie das kind in mir die welt vorstellt: da gibt es kein überflüssiges wort und keinen überflüssigen strich. da ist alles auf das notwendige verdichtet, damit der betrachter sich sein bild ausmalen kann.“ hans salcher, osttiroler maler (geb. 1956), ausnahmekünstler, red bull designer, lyriker, erzähler („himmelschauen“, „steinwurf“, „weißgekalkt“, „vater“, „worte haben ein bild gemalt“, „erzählungen“), seit zwei jahren professor. nach der erzählung „himmelbau“ findet nun auch „vater“ über ekkehard schönwiese den weg auf die bühne.

rut

mit michaela klamminger
mit chiara murru
(italienische fassung – 2 vorstellungen)

nachdem ihr mann machlon stirbt, geht die moabiterin rut mit ihrer schwiegermutter naomi nach israel. dort findet sie arbeit als ährenleserin bei boa, einem verwandten von naomi. boas findet gefallen an rut und verspricht, sie zu heiraten, obwohl sie als moabiterin eine fremde in israel ist. zuvor muss er sie allerdings auslösen, da sie rechtlich einem anderen mann zusteht. der verzichtet widerwillig auf sein recht und die heirat wird beschlossen. rut und naomi werden von boas in sein haus aufgenommen.

allerhand kreuzköpf

gschichten und gstalten aus den tiroler alpen
festival der tiroler freien theater
in zusammenarbeit mit dem theaterverband tirol

11 tiroler bühnen entführen in die welt karl schönherrs und eröffnen einen liebevollen und humorvollen einblick in das alltagsleben von allerhand tiroler kreuzköpf einer längst vergangenen zeit. sie erzählen die geschichte der bewohnerinnen und bewohner der fiktiven tiroler gemeinde obervinngen und untervinngen. dafür sind 11 kurzgeschichten aus dem buch „tiroler leut`“ von karl schönherr zu minidramen umgearbeitet und miteinander verwoben worden. zusammen ergeben sie ein nostalgisch rasantes alltags-kaleidoskop. und wenn man heute noch ins land „einischaugt“, erkennt man die eine oder andere figur auch wieder.

fettes schwein

mit anna lena bucher, hanno waldner, katarina hauser und anderen

ein amerikaner in tirol? tatsächlich ist „fettes schwein“ in tirol noch nie aufgeführt worden. ein stück internationales volksschauspiel: über die feigheit als menschlicher makel.

helen ist beinahe toms traumfrau: intelligent, schlagfertig, charmant – aber sehr dick. seinen kollegen stellt er sie daher lieber nicht vor. mit gutem grund, denn kaum kriegt sein freund carter ein bild von helen zu gesicht, schickt er es per rundmail an die ganze firma weiter. und toms exfreundin jenny wird hysterisch, als sie erfährt, dass tom mit diesem „fetten schwein“ ausgeht. nicht helens gewicht ist das problem – sie ist mit ihrer körperfülle längst im reinen. tom hingegen lässt sich von konformitätszwang und sozialer kontrolle immer mehr verunsichern.

die scharfsinnige analyse einer gesellschaft, in der auch die liebe den regeln der verwertbarkeit unterworfen ist und die partnerwahl sich auf den eigenen marktwert auswirkt. die „aufregendste new yorker premiere der saison“. (theater der zeit)

hochgeschätzt und ausgestopft

das leben des angelo soliman
mit o`tooli masanza und ramsès alfa
puppenspielerinnen josephine buchwitz und lilith maxion

soliman ist in österreich bekannt. es gibt eine briefmarke und einen soliman-weg. in tirol war er auf der durchreise und lernte die freimaurer kennen, die ihn, den schwarzen endlich als mensch ansahen. das kind, das er war, wurde 1721 im heutigen nigeria geboren, geraubt, misshandelt und missbraucht überstand er all diese torturen, heirate heimlich und war ein intellektueller österreicher geworden. dachte man, aber nach seinem tode, machen ihn die österreicher, besser die wiener wieder zur puppe, zum objekt, zum ausgestellten körper. in nichts versteht man die heimat mehr, als in dem zum fremden gemachten menschen. ein experiment mit künstler*innen der hochschule ernst busch und afrikanischen spielern.

reisebuch aus den österreichischen alpen

liederzyklus von ernst krenek

matthäus schmidlechner 
(tenor) und till alexander körber (piano) ziehen noch einmal aus, um mit ernst krenek die eigene heimat zu entdecken, kaum ein anderer liedzyklus schildert so unmittelbar, in komposition und text, wie ein damals junger mann kloster, wetter, verkehr, den friedhof, die politik oder das heimweh erlebt. kurze zeit später herrscht die barbarei.

el cimarrón

die geschichte eines kubanischen sklaven
mit ramsès alfa

mit „el cimarrón“ kommt ein text auf die bühne, der das leben des 1860 auf kuba geborenen esteban montejo aufscheinen lässt. der kubanische schriftsteller und ethnologe miguel barnet war 1963 auf den damals 104 jahre alten mann getroffen und hatte dessen erstaunliche biographie aufgezeichnet. als cimarrón wurden auf kuba entflohene sklaven bezeichnet, die sich versteckt hielten.

ramsès alfa steht mit dem cimarrón eine stunde allein auf einer kargen bühne, die einen wald widerspiegelt. er tritt auf wie der alte mann, der sich erinnert, der eintaucht in verschiedene zeiten. seine augen sind gleichzeitig auf ein nichts in der ferne gerichtet und flackern doch in der anspannung, die es erfordert, in die vergangenheit zu sehen. gleich zu beginn der satz: „es gibt dinge im leben, die kann ich mir nicht erklären.“ … noch eine ganz andere dimension breitet ramsés alfa als esteban montejo in seinem langen, konzentrierten monolog aus: es geht dabei um die rolle von religion, für die kuba ein schmelztiegel ist. wer arm ist und in furcht lebt, brauche sie, sagt er. und dann: „man muss die religion respektieren, aber – ich brauche keine.“ hier klingt das nach klarsicht, wahrheit, ja: humanismus. (tagblatt, schweiz)

estroverdi

musikshow für kinder und erwachsene – in italienischer sprache von und mit ignazio chessa

die show „estroverdi“ erzählt vom leben des giuseppe francesco fortunino verdi, geboren 1813 in le roncole, einem kleinen dorf in der italinenischen gemeinde busseto, von seinen ersten künstlerischen impulsen bis hin zu seinen großen erfolgen an der mailänder scala und anderen großen bühnen dieser welt (paris, london, sankt petersburg). die musik stammt aus werken wie nabucco, rigoletto, traviata oder ein maskenball und an historischen und literarischen referenzen an italien mangelt es nicht! „estroverdi” war bereits in vielen schulen in italien und im ausland zu sehen und bei theaterfestivals vertreten. 2013 trat ignazio chessa mit seiner show bei vielen veranstaltungen anlässlich der jubiläumsfeiern zu ehren des 200. geburtstages des komponisten verdi auf. „estroverdi” ist eine mix aus puppenspiel, clownerie und schauspiel. ignazio chessa verzaubert sein publikum mit einem feuerwerk an ideen, schrägem humor und mit hilfe einer genialen bühnenmaschinerie, die sich in alle erdenklichen und der geschichte nützlichen bühnenelemente verwandeln lässt.