7 Tod-
sünden

16
Juli
| 
19
Aug
2023
Sujet: 7 Todsünden

Spielort
Birkenberg

Neue Texte von:
Helena Adler
Uli Brée
Calle Fuhr
Felix Mitterer
Hubert Sauper
David Schalko
Johannes Schmidl
und Lisa Wentz

Selbst die guten alten Todsünden sind nicht mehr das, was sie mal waren. Gehen sie überhaupt noch als Sünden durch — oder sind manche von ihnen hinterrücks zu Tugenden mutiert? Was ist Sünde? Was ist Tugend? Gibt es ein richtiges Leben im falschen? Warum ist Geiz plötzlich „geil“, wieso Gier für jeden Erfolgsmenschen ein Muss — und Wollust so dominant, dass die Keuschheit schon fast sexy erscheint? Gefragt sind jetzt: neue Ideen. Neue Gedanken. Neue Texte. Die 7 Todsünden für unsere Zeit.

Spielort: Birkenberg

Siebenmal
anders

Gregor Bloéb

Sehr verehrte
Damen und Herren,
Ihr Gutesten,

Vor mehr als vierzig Jahren wurden die Tiroler Volksschauspiele mit den “Sieben Todsünden“ begründet — sieben Einakter von Kranewitter, in sieben unterschiedlichen Regiehandschriften. Seitdem haben sich nicht nur die Volksschauspiele gewandelt, die ganze Welt hat sich verändert, hat sich verrückt, ist verrückt geworden. Krise als Standardmodus. Und irgendwie scheint auch bei den Todsünden eine Art Verschiebung stattgefunden zu haben. Geiz und Völlerei etwa sind in der öffentlichen Wahrnehmung fast zu Tugenden mutiert. Und Hochmut mag früher bedeutet haben, sich über Gott zu erheben, doch würde Gott in diesen Tagen überhaupt einen Faktencheck bestehen?
Jedenfalls scheint es an der Zeit, die Todsünden einem Realitätscheck zu unterziehen. Mit neuen Texten und spannenden Autorinnen und Autoren, mit einem Theaterspektakel am Birkenberg. Volkstheater für ALLE.

Frei von Hochmut möchte ich mich bedanken für die Herzlichkeit, die mir seit meiner Bestellung als neuer Künstlerischer Leiter entgegengebracht wurde — von Künstlerinnen und Künstlern an den Theatern ebenso wie vom Kollektiv columbosnext in Innsbruck und dem Jungbauernverein Pfaffenhofen. Sämtliche Kulturabteilungen der Gemeinde Telfs werden eng mit uns und miteinander zusammenarbeiten, wofür ich sehr dankbar bin. Wir sind Volkstheater. Wir wollen alle einbinden. Wir wollen Verbindungen schaffen. Zwischen den größten Häusern Österreichs und den kleinsten Dorfbühnen Tirols, zwischen den Künstlerinnen und Künstlern und dem Publikum. Wir werden alles dafür tun, ein Festival der Nähe, des Austauschs, der Begegnung und der offenen Auseinandersetzung mit den Themen, die in der Luft liegen, zu sein. Wir wollen Menschen berühren und von Menschen berührt werden.

Wir sehen uns in Telfs, im Sommer 2023, ich freu mich so darauf!

Herzlichst,
Gregor Bloéb

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