DIE WILDE FRAU

von Felix Mitterer

In einer abgeschiedenen Holzfällerhütte in den Bergen rasten sich fünf Männer von ihrem kräftezehrenden Tagwerk aus, als es plötzlich an der Tür klopft. Eine junge Frau betritt die isolierte Männerwelt, niemand kennt sie und sie spricht kein Wort. Es dauert aber nicht lange, bis alles aus den Fugen gerät. Denn rein ihre Anwesenheit stört das prekäre Gleichgewicht unter den fünf so unterschiedlichen Männern, in deren Hütte sie fortan wohnt.
Jeder will in der Nacht zu ihr gehen, sie besitzen, durch sie werden die Männer deutlich, die Frau kehrt deren Innerstes nach Außen. Bald sind alle reizbar wie die Wespen, Ansprüche werden erhoben, die Männer überschlagen sich in Versuchen, sich gegenseitig auszuspielen. Die wilde Frau macht – nichts.
Sie ist nur da.
Ein geheimnisvolles Stück um die Eigendynamik, das Machtgefälle, flirrend erotisch aufgeladen und gefährlich-spannungsreich an den Höhepunkt des Geschehens getrieben.

„Alles Vergängliche Ist nur ein Gleichnis; Das Unzulängliche, Hier wird’s Ereignis;
Das Unbeschreibliche, Hier ist’s getan; Das Ewig-Weibliche, Zieht uns hinan.“

Goethe, Faust

Regie: Klaus Rohrmoser
Bühne: Karl-Heinz Steck